Was man in den zehn Tagen (sechs Tage Rennen und vier Tage An- und Abreise) alles sieht und erlebt, ist eigentlich schwer in Worte zu fassen …
Es war wieder ein tolles Erlebnis – lustig, anstrengend, spannend, manchmal auch zaaach, kalt und gelegentlich heiß. Im Grunde eine richtig lässige Erfahrung, die uns keiner mehr nehmen kann.
Ein paar Zahlen aus der Tour:
– 411 Fahrzeuge aus zehn unterschiedlichen Ländern. 399 davon sind bis ins Ziel gekommen!
– Rund 1.000 Teilnehmer – optisch war von 18 bis 70 Jahren alles dabei. Überwiegend männlich, aber auch viele Pärchen oder reine Frauenteams.
– Autos mit mindestens 20 Jahren und einem Tageswert von rund 1.000 Euro (wobei das von vielen nicht ganz so genau genommen wurde ;-)). Den Preis für das „überteuerte“ Auto hat diesmal ein Porsche Cayenne gewonnen … Katastrophe 😉
– Unserer ist Baujahr 1998, 2,5 l Hubraum, 5 Zylinder mit 140 PS und gerade mal 358.800 km beim Start.
– 6.500 km haben wir in den zehn Tagen zurückgelegt, und ca. 550 l Diesel hat sich der Volvo genehmigt – kein Wunder bei der Zuladung von ein paar hundert Kilo (inklusive uns vier zarten Jungs) und dem Dachaufbau.
– Über 100 Stunden zu viert im Auto verbracht – ohne uns an die Gurgel zu gehen 😉. Im Gegenteil: Es wurde viel gelacht, aus dem Fenster gestarrt, irrsinnig tiefgründige Unterhaltungen geführt oder einfach nur geschlafen …
– Strafzettel sind diesmal fraglich – aufgefallen wäre uns nichts. Mal schauen, ob noch welche eintrudeln (und ob wir uns dann erinnern können, wer zu dem Zeitpunkt gefahren ist …).
– Hunderte Male komplett eingefedert (die Zuladung hat die Bodenfreiheit doch etwas eingeschränkt).
– Ein kleineres Startproblem bei –29 Grad in der Nacht – aber auch nicht verwunderlich. Mit Zusatzbatterie haben wir es dann doch ohne Starthilfe geschafft.
– 0 Pannen – es leuchtete nur zu Beginn einmal das ABS-Lamperl auf und einmal die Kühlwasseranzeige.
– Platzierung … wir sind 23. geworden. Diesmal haben wir mehrere Challenges geschafft und etwa die Hälfte der möglichen Punkte erreicht.
Aja, und zu guter Letzt – für alle, die mal durch die schöne Gegend von Finnland düsen: Verlasst euch nicht aufs Navi!
Wir mussten im Tiefschnee eine ganze Weile zurückschieben, hatten aber einen guten Einweiser – nachdem die Sicht nach hinten gleich null war …

